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Das Fedor Stepun Fellowship

Das Fedor Stepun Stipendium unterstützt seit inzwischen vier Jahren erfolgreich Postdoktorand*innen, die infolge politischer Verfolgung im Kontext des Krieges in der Ukraine und darüber hinaus ihre Heimat verlassen mussten.

Das Programm wird durch die Zimin Foundation gefördert und in Zusammenarbeit mit der Research School der Ruhr-Universität Bochum (RUB) innerhalb der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) durchgeführt. 

Strategisch wird es durch die UA Ruhr für Osteuropa/Zentralasien (OEZA) begleitet, während die Research School RUB für die Umsetzung und Betreuung des Stipendiums verantwortlich ist.

Das Fellowship richtet sich an Postdoktorand*innen aller Fachrichtungen, die aufgrund politischer Verfolgung im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine gezwungen waren, 

ihr Herkunftsland zu verlassen und ihre wissenschaftliche Laufbahn unter schwierigen Bedingungen fortsetzen möchten.

 

Ziel des Programms

Das Fellowship bietet einen geschützten akademischen Rahmen, in dem Fellows:

  • eigene Forschungsideen weiterentwickeln,
  • Förder- und Drittmittelanträge für längerfristige Forschungsprojekte vorbereiten,
  • Anschluss an das europäische Wissenschaftssystem finden,
  • ihre wissenschaftliche Karriere nachhaltig stabilisieren können.

Während der Förderphase erhalten Fellows Unterstützung durch die Research School RUB sowie durch universitäre Beratungs- und Unterstützungsstrukturen.

 

Fellowship im Überblick

  • Dauer: 6 Monate
  • Förderhöhe: 1.800 € pro Monat
  • Anzahl Fellowships pro Jahr: bis zu 8
  • Mögliche Hosts: Professor*innen / Principal Investigators der UA Ruhr
    • Ruhr-Universität Bochum
    • TU Dortmund University
    • Universität Duisburg-Essen

Bewerber*innen geben ihren gewünschten Host im Bewerbungsformular an. 

Eine direkte Kontaktaufnahme mit potenziellen Hosts ist nicht vorgesehen.

 

Aktuelle Ausschreibung 2026

Die neue Bewerbungsrunde für das Fedor Stepun Fellowship startet am 1. März 2026.

Bewerbungszeitraum

  • 1. März 2026 – Öffnung der Ausschreibung
  • 19 April 2026 – Bewerbungsschluss

 Start des Fellowships

  • Online-Onboarding: Juli 2026
  • Frühestmöglicher Start: August 2026

Ein späterer Beginn (z. B. Oktober) ist möglich, sofern dies mit dem jeweiligen Host abgestimmt ist.

Stimmen zum Fedor-Stepun-Fellowship

Dr. Philipp Christoph Schmädeke
Chairman of the Academic Network Eastern Europe | Director of SCIENCE AT RISK Emergency Office
„Aus meiner Sicht ist das Fedor-Stepun-Fellowship eines der wichtigsten Stipendien in Deutschland für gefährdete Wissenschaftler*innen aus der Ukraine, Russland und Belarus. Während selbst große Förderorganisationen wie die Alexander von Humboldt-Stiftung zwischen 2020 und 2026 nur fünf bis sechs gefährdete Forschende aus Belarus und Russland fördern konnten, richtet sich das F.-S.-Fellowship gezielt an diese Gruppe und ermöglicht jährlich mindestens acht Fellowships.“
Dr. des. Alexey Uvarov, Historiker
Fedor-Stepun-Fellow 2025
„Das Fedor-Stepun-Stipendium hatte für mich eine große Bedeutung, da es nicht nur finanzielle Unterstützung bot, sondern auch die Integration in die akademischen Strukturen der Ruhr-Universität Bochum, intensives Networking und die Nutzung aller Vorteile einer universitären Affiliation ermöglichte. Gerade vor dem Hintergrund der wachsenden Bedrohungslage in Russland eröffnete mir das Stipendium die Möglichkeit, mich in der deutschen Wissenschaftslandschaft zu verankern, akademische Handlungsfreiheit zu gewinnen und neue Kolleg*innen zu finden“
Anna Gerasimova
Anna Gerasimova
Fedor-Stepun-Fellow 2025
„The fellowship allowed me, first, to develop my own project on the study of reading practices, which existed only in draft form. Second, I got to know the German academic system and the system for funding science. And thirdly, the fellowship helped me to make many new connections with my colleagues and expanded my opportunities for collaboration, both in academia and as a volunteer.“
Prof. Dr. Sören Urbansky
Professor für Osteuropäische Geschichte, RUB, Host im Fedor-Stepun-Fellowship
„Das Stipendium leistet einen zentralen Beitrag zum Schutz der Wissenschaftsfreiheit in Europa, indem es Forschenden aus Osteuropa ermöglicht, ihre wissenschaftliche Arbeit im Exil fortzusetzen. Es sichert ihre Einbindung in akademische Kontexte und hält so die Perspektive offen, in politisch besseren Zeiten in die akademischen Milieus ihrer Heimatländer zurückzukehren“
Organizing Committee of the Zimin Foundation
„Our cooperation with the UA Ruhr universities is built on trust, shared values, and a clear common understanding of the program9s purpose. We are aligned in our commitment to academic freedom and to providing meaningful, not merely symbolic, support to scholars at risk. In practice, the collaboration is efficient and thoughtful, combining strong institutional expertise with flexibility and close attention to the fellows' needs.“